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Die Welt aus den Fugen und unser Land vor dem Ruin: Wie schlimm muss es noch kommen, um den Ernst der Lage zu verstehen?

Kommentar zum Artikel „Was hinter der Zukunftsangst junger Menschen steckt – und wie sie sich überwinden lässt“ (aus: RND vom 11.03.2025)

Mittlerweile fällt es schwer, nicht den Überblick bei all den Krisenherden in der Welt und in unserem Land zu verlieren. Ungehindert strömen Afghanen in unserer Republik, während Friedrich Merz um Mehrheiten ringt. Die EU ist darin begriffen, den Machtapparat von Ursula von der Leyen zu einer totalitären und despotischen Tyrannei gegen Meinungsfreiheit, für Wahlbeeinflussung und pro Enteignung auszubauen. Im Handelskrieg zwischen Europa und den USA leidet die Wirtschaft auf beiden Seiten, die Börsen sacken zusammen und es gilt das Motto von Rache und Vergeltung. Voreilige Medien wollen in der Ukraine bereits Frieden sehen, obwohl sich der Kreml hinsichtlich des Ergebnisses von Gesprächen zwischen Washington und Kiew einigermaßen reserviert gibt. Rumänien wurde kurzerhand von einer Demokratie zur Diktatur, weil gelb-blaue Jünger auf diesem Kontinent nicht gelten lassen wollen, dass prorussische Kandidaten das Rennen machen. Die Taliban würden gerne Straftäter wieder bei sich aufnehmen, Annalena Baerbock dürfte mit ihren Verlustängsten allerdings dagegenhalten. Denn wer trennt sich schon gerne von Messermördern und Gruppenvergewaltigern?

Unter einer nahenden Angola-Koalition wird insgeheim nicht nur der Geist von Angela Merkel, sondern das Gespenst der Grünen mit am Kabinettstisch sein. Daher transformieren wir uns auch in den kommenden vier Jahren ökonomisch zu Tode. Und das, obwohl sich der nach Vernunft orientierte Mensch fragt, was Wärmepumpen und Windräder ausrichten sollen, wenn Allah die Oberhand gewinnt – und naive Nichtregierungsorganisationen weiterhin gegen rechts demonstrieren, sich das Kalifat aber weder für eine queere Lebensweise noch die Gefühle von Teilzeit-Geschlechtern interessiert. Mit Pragmatismus und Weitsicht kann man all den Irrsinn dieser Tage weder begreifen noch verkraften. Deshalb ist die Stimmung gereizt, auch wenn sich die als Verschwörungstheoretiker degradierten Querdenker wieder einmal darin bestätigt fühlen dürfen, die Wahrheit vorhergesehen zu haben. Corona war offenkundig ein biologischer Laborunfall in China. Und weil Lauterbach so viel Freude daran hatte, Grundrechte zu beschneiden und Lügen über das Virus oder die Impfung zu verbreiten, sehnt sich der Gesundheitsminister wohl schon nach mehr.

Dass die nächste Pandemie noch vor dem sowjetischen Anrollen der Truppen aus dem Osten oder der erderhitzten Sintflut durch den Klimawandel in unseren Breiten Einzug halten möge, ist in der Wahnhaftigkeit einiger Zeitgenossen ein ernstlicher Gedanke. Und wenn wir bis dahin nicht durch einen psychisch traumatisierten Amokläufer über den Haufen gefahren wurden und unsere Spareinlagen trotz Brüsseler Ankündigung weiterhin auf dem Bankkonto ruhen, werden wir möglicherweise Zeugen eines Blauen Wunders. Immerhin ziehen viele Einschüchterungsversuche nicht mehr, weil kaum ein Rationaler in der AfD ein größeres Risiko für die Demokratie sehen kann als durch eine sukzessive Umwälzung unserer Kultur, Identität und Einheit. Selbst für den Fall, dass die Einsichtsfähigkeit unserer Gesellschaft weiterhin derart desaströs anhält wie bisher – und sich viele Mitmenschen auch morgen noch als Couch Potato von ÖRR-Propaganda berieseln lassen, kann man bezüglich der beabsichtigten Kontinuität einer Koalition in den Farben Angolas oder Kenias zumindest auf die Besinnung der emanzipierten Schafe und Souveränität erlangenden Marionetten hoffen, denen bereits zu viel Sand in die Augen gestreut wurde.

Eventuell lässt sich das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf aufgrund manch einer Konfrontation mit der Realität beschleunigen. Denn sowohl im Geldbeutel wie auch in den Fußgängerzonen kommen wir um neu geschaffene Tatsachen kaum noch herum. Es ist zweifelsohne eine beachtliche Trägheit und Lethargie, mit der unser Volk immer weiter dazu bereit sind, sich von der Moralkeule der Bringschuld und dem Totschlagargument von Offenheit, Toleranz und Vielfalt beeindruckt zu zeigen. Und man muss auf diesem Globus lange nach einer Spezies suchen, die in einer vergleichbaren Manier der Unterwürfigkeit jegliche Zumutung wortkarg und demütig wie Jesu das Kreuz auf den Schultern stemmt, ohne sich abseits einer möglicherweise fatalen Entscheidung an der Stimmurne irgendeiner Verantwortung bewusst sein zu können. Doch es gibt Beispiele in der Vergangenheit, dass wir ab einem gewissen Moment der Drangsal zum Protestieren und Rebellieren vom gemütlichen Sitzkissen aufstehen. Vor 35 Jahren gelang uns der Sprung in die Geschichtsbücher. Warum sollte es kein zweites Mal gelingen, sollte der Schuh zu sehr drücken, die Existenz auf dem Spiel stehen und Zukunft nur dann funktionieren, wenn wir unser Duckmäusertum an der Garderobe der politischen Korrektheit abgeben?

Autor: Dennis Riehle