Kommentar zum Artikel „Südkurier übernimmt familiengeführtes Anzeigenblatt“ (aus: DNV Magazin vom 19.03.2025)
Der Bodensee ist ein idyllisches Fleckchen Erde, doch auch hier ist die Realität angekommen. Das gilt nicht nur für Messerangriffe und Vergewaltigungen, sondern auch für die Brandmauer. Dieses Mal sind es allerdings nicht die politischen Wettbewerber, die der Alternative für Deutschland vor Ort das Leben schwer machen. Nachdem die regionale Zeitung „Singener Wochenblatt“ Anfang des Jahres durch den deutlich bekannteren SÜDKURIER übernommen wurde, herrscht auch eine andere Mentalität im Umgang mit einer unliebsamen Partei. Das musste selbige auf entlarvende Weise am eigenen Leib erfahren. Und es spricht Bände über unsere Medien.
Denn als sie nunmehr eine Anzeige für den anstehenden Bürgerdialog am 04.04.2025 in Rielasingen-Worblingen schalten wollte, teilte man ihr mit: „Laut Anweisung der neuen Geschäftsführung dürfen wir Anzeigen von der AfD nicht mehr veröffentlichen“. Diese Mentalität folgt dem Gedanken des jetzigen Mutterhauses, aus dem es noch krasser heißt: „Aufgrund einer verlegerischen Entscheidung lehnen wir die Veröffentlichung jeglicher Werbeformate der AfD grundsätzlich ab“. Und ehe Zweifel aufkeimen: Natürlich leben wir im besten Deutschland aller Zeiten, in dem es lediglich zu Vorfällen von Zensur und Willkür gegenüber der Opposition kommt.
Der Sprecher des Kreisverbandes Konstanz, Steffen Jahnke, teilt daraufhin in einer Presseaussendung mit: „Wir fragen uns, ist das noch gelebte Demokratie in einem unabhängigen Druckhaus? Die Bundestagswahl hat gezeigt, dass die AfD mit über 10 Millionen Wählern endgültig eine klare und eindeutige demokratische Legitimierung erfahren hat“. Und der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Michael Stauch, ergänzt: „Es wird interessant zu lesen sein, inwieweit der kritikfähige Journalismus seitens des Wochenblatts oder des SÜDKURIERS bereit ist, sich seiner Blockadehaltung in der Öffentlichkeit zu stellen und ob er diese gar begründen kann“.
Autor: Dennis Riehle